Herzliche Einladung zu den Evangelisationstagen mit Angelo Weiß!
Wann?
Vom Freitag, 24.02. bis Sonntag, 26.02.2012
Beginn?
Am Freitag und Samstag um 19 Uhr, am Sonntag um 18 Uhr
Alle Mitglieder der Ortsgemeinde Osnabrück sind zur Jahresgemeinde-Versammlung am 04.03.2012 um 15:00 Uhr eingeladen.
Wir wollen Rückschau auf das vergangene Jahr halten und einen Ausblick auf das Jahr 2012 wagen.
Vorgeschichte, Gründung und Wachstum der heutigen Gemeinde, Bauphasen
1928 Erste Anfänge: Osnabrücker Christen mit baptistischer Identität treffen sich zunächst in Hausgemeinden privat, später im damaligen Blaukreuzhaus der Stadt Osnabrück. Es entsteht die Keimzelle der heutigen Gemeinde. Von Oldenburg aus und von der Region Ostfriesland wird die Osnabrücker Station geistlich und seelsorgerlich betreut.
1928-1939 Bis zu 60 Personen versammeln sich sonntäglich unter dem Wort Gottes.
1939-1945 Zerstörung des Versammlungsraumes in der Dielinger Straße: die Stationsgemeinde wird obdachlos. Infolge der Evakuierung mehrerer Familien und der Einberufung junger Männer zum Wehrdienst verliert sich die kleine Gemeinde.
1944-1946 Zuzug von "Flüchtlings-Baptisten" aus dem Osten in die Region Osnabrück.
1946 Pastor Johann Helmerichs (1948-50), gerade aus der Gefangenschaft zurückgekehrt, wird von der Vereinigungsleitung Niedersachsen-West beauftragt, die in der Region Osnabrück angesiedelten und jetzt dort lebenden Baptisten zu suchen und zu sammeln. Es entstehen in der Folgezeit etliche kleine Stationsgemeinden: z.B. in Bramsche, Hesepe, Fürstenau, Lohne, Damme, Venne, Müschen, Melle u. weitere, die alle betreut werden müssen. In der Stadt Osnabrück lassen sich nur wenige Baptisten finden.
Nach anfänglich schwierigen Verhandlungen mit den städtischen Behörden wird schließlich ein Klassenraum in der Teutoburger Schule für die gottesdienstlichen Versammlungen zur Verfügung gestellt.
1948 Pfingstsonntag: Gründungsgottesdienst der ca. 40 Mitglieder zählenden Gemeinde in der Teutoburger Schule. Gründung der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Osnabrück - Baptisten - Damit wird die Osnabrücker Gemeinde Mitgliedskirche im Bund evangelisch-freikirchlicher Gemeinden in Deutschland - Körperschaft des öffentlichen Rechts
1948-1950 Ca. 20 Personen bekennen ihren Glauben an Jesus Christus und werden in der Baptistengemeinde in Bad Oeyenhausen getauft. Wegen der Enge des Klassenraumes in der Teutoburger Schule kann eine intensive Gemeindearbeit noch nicht durchgeführt werden. Die Gemeinde Osnabrück hat am 01.01.1950, zusammen mit allen Stationen, 244 Mitglieder. Davon sind 233 Flüchtlinge und Evakuierte.
1950-51 Pastor Richard Hamp (195O-1957) wird in die Gemeinde Osnabrück berufen. Er betreut mit Hilfe seines Motorrades die verschiedenen Stationen in einem Umkreis von ca.80 km. Die Osnabrücker Gemeinde zieht zum 01.Mai 1951 in die Komtureikirche, Wiesenstraße, um und erhält dort Gastrecht von der Osnabrücker Adventistengemeinde. Eine Auswanderungswelle in die USA und nach Kanada dezimiert die junge Osnabrücker Gemeinde.
1952-55 Mehrere Zeltevangelisationen mit deutschen und amerikanischen Evangelisten werden in Osnabrück durchgeführt. Nach erfolgten Bekehrungen junger und älterer Menschen und dem Verlangen nach der Glaubenstaufe wächst die Osnabrücker Gemeinde.
1955 Am 13.Februar 1955 beschließt die Gemeindeversammlung der EFG Osnabrück, ein eigenes Gotteshaus zu bauen. Eine gewählte Baukommission sucht nach einem geeigneten Grundstück.
1955-57 Neben der wechselhaften Gemeindearbeit legen viele Gemeindemitglieder in aller Stille und Treue ihr Bauopfer zusammen, so dass im Jahre 1957 die wesentlichen Mittel zur Grundstücksbeschaffung zusammengelegt sind.
1957-58 Pastor Harry Zehe (1957-1964) wird von der Gemeinde berufen und am 07.April 1957 in sein Amt eingeführt. Am 01.August 1957 erwirbt die Gemeinde das Grundstück in der Kokschen Str.74. Am 12.August 1958 wird der Auftrag zum Kapellenbau vergeben.
1959-60 Die Grundsteinlegung am 18. Oktober 1959 steht unter dem Motto: "Das ist vom Herrn geschehen und ist ein Wunder vor unseren Augen". Richtfest ist am 25.November 1959 und noch vor Einbruch des Winters kann der Bau winterfest gemacht, d.h. vor Schnee und Nässe geschützt werden.
Am 29. Mai 1960 ist der festliche Tag der Einweihung unserer ersten eigenen Kapelle. Die Osnabrücker Ortsgemeinde hat jetzt etwas mehr als 100 Mitglieder.
1961-63 Bibelwochen und Kinderwochen mit auswärtigen "Fachleuten" unterstützen die Gemeindearbeit des Pastors und tragen zum Wachstum der Gemeinde bei.
1964 Pastor Heinz Freitag (1964-1973) wird als vierter Pastor in die Gemeinde Osnabrück berufen und am 12.April 1964 in seinen Dienstbereich eingeführt.
1965-69 Die "erwachsen" gewordene Gemeinde Osnabrück richtet die 1.Vereinigungskonferenz (24.-25.04.65) aus.
Die Gemeinde wird missionarisch aktiv und sendet am im 27.02.66 das Missionsehepaar Gisela und Arthur Schock nach Neu-Guinea aus. Am 13.08.67 findet die Aussendungsfeier für Gerda und Erwin Sikorski nach Sierra Leone (Afrika) statt. Abendsingwochen des Gemischten Chores, Bibelwochen und andere evangelistische Einsätze prägen im wesentlichen die Gemeindearbeit.
1970-73 In der Gemeinde beginnt die Frauenarbeit (1970). Die Sonntagsschule für die Kinder wird parallel zum Gottesdienst durchgeführt. Die Gemeindeleitung richtet Telefonkurzpredigten ein. Im Jahresmittel werden 7 Menschen getauft.
1974 Pastor Ulrich Brouwer (1974-79) wird in die Gemeinde Osnabrück berufen und am 03.02.74 in einem festlichen Gottesdienst eingeführt.
1974-79 In diese Jahre fallen neben der normalen Gemeindearbeit Umstrukturierungen innerhalb der Gemeindeleitungsdienste. Es erfolgt eine Neugliederung und personelle Zuordnung nach Arbeitsbereichen. Im Jahre 1975 werden 21 Menschen getauft! In der Stadthalle Osnabrück findet die von der Gemeindeleitung organisierte Großevangelisation "Evangelia" mit Richard Kriese statt.
1979-88 Pastor Manfred Herold (1979-9O) wird am 02.09.79 feierlich in seinen Dienst eingeführt. In den folgenden Jahren trägt eine intensive und seelsorgerliche Arbeit zum Thema "Innerer Gemeindeaufbau" bald reiche Früchte. Die Bibelstunden werden immer stärker besucht. Gemeindefreizeiten in Österreich, im Sauerland und in Italien fördern das Zusammengehörigkeitsbewusstsein der Gemeindemitglieder und stärken die Glaubenserfahrungen. Das missionarische Verantwortungsbewusstsein der Gemeinde zeigt sich erneut durch Aussendungsfeiern:
am 15/16.09.84 für Helena Antis nach Nordkamerun/Afrika und am 06.09.87 für Angelika Marsch nach Peru/Südamerika.
Die Jahre 1987 und 88 sind geprägt von Evangelisation, einer Sonntagschulfreizeit mit über 100 Teilnehmern, einer missionarischen Aussendungsfeier, der erneuten Ausrichtung einer Vereinigungskonferenz und dem 40-jährigen Gemeindejubiläum am 01.-02.Oktober 1988.
1989-90 Die Gemeinde ist inzwischen auf 291 Mitglieder angewachsen. Etwa 25 verschiedene Arbeitsgruppen bereichern mit ihrer spezifischen Gruppenarbeit das Gemeindeleben. Überall fehlt es an Raum und damit an Entfaltungsmöglichkeiten. Der seit Jahren schon bestehende Gedanke an bauliche Erweiterungen bzw. an einen kompletten Neubau, auf einem großen, neuen Grundstück gewinnt immer mehr an Bedeutung. Eine ganze Flut von russlanddeutschen Übersiedlern kommt u.a. ins Durchgangslager Osnabrück (Caprivi-Kaserne). Spontan eingerichtete und von der Gemeindeleitung organisierte Hilfsaktionen und Andachten im Lager werden von den Aussiedlern gerne und dankbar angenommen. Einige von ihnen bleiben in Osnabrück und schließen sich Gemeinde an. Die Gemeinde befasst sich z.Zt. mit dem Themenschwerpunkt "Charisma und Gemeinde". Das Charisma des Sprachengebets findet Eingang in die Bibelstunden und wird gelegentlich im Rahmen der Zulässigkeit des Neuen Testamentes praktiziert.
Ein weiteres Gemeindemitglied, Peter Westphal, weiß sich in den missionarischen Dienst gerufen und wird auf dem Missionsschiff Doulos der OM (Operation Mobilisation) eingesetzt. Später wechselt er als Missionar nach Taiwan/Nationalchina.
1991-94 Pastor Hartmut Priebe (1991-94) wird in die Gemeinde Osnabrück berufen. In seine kurze Dienstzeit fallen wesentliche Entscheidungen der Gemeindeversammlung, auf dem vorhandenen Areal "Koksche Straße" zu bauen.
1994-96 Die Gemeindeversammlung beschließt am 27.02.1994 ohne Gegenstimme, bei 5 Enthaltungen, noch im Jahre 1994 mit den Erweiterungsbaumaßnahmen zu beginnen. Zur Ausführung kommt der Entwurf des Architekten G. Kannwischer/Bad Kreuznach.
Ein Gemeindefest am 18./19.06.94 leitet als Abschiedsfest von den alten Räumlichkeiten der Kapelle über in die Abbruch- und Bauphase zum neuen Gemeindezentrum. Die Baugenehmigung wird am 15.11.1994 erteilt.
Der letzte Gottesdienst in der alten Kapelle findet am 20.11.94 statt. Danach wird das Gebäude geräumt und zum großen Teil abgerissen. Während der Bauzeit (Dez. 94 - Aug. 96) findet die Gemeinde erneut Aufnahme bei den Adventisten und kann dort die sonntäglichen Gottesdienste und andere Veranstaltungen durchführen. Zum 01.Juli 1996 wird Pastor Jürgen Saß in die Gemeinde Osnabrück berufen. Er ist damit seit der Gründung der Gemeinde im Jahr 1948 der achte Gemeindepastor.
Die offizielle Einweihung des neuen Gemeindezentrums findet mit einem festlichen Gottesdienstprogramm am Sonntag, den 22.September 1996 statt. Das neue Gemeindezentrum bietet Platz für 425 Gottesdienstbesucher. Ein großer Gemeindesaal kann ca. 180 Personen aufnehmen. Darüber hinaus gibt es ein modernes Gemeindecafé, sowie etliche Gruppenräume für Kinder-, Jugend-, Frauen- und Seniorenarbeit.
1996-2006 Am 30.09. und 01.10.2006 feiert die Gemeinde mit großer Dankbarkeit ihr 10-jähriges Jubiläum "Neues Gemeindezentrum". Im Rückblick steht, belegt durch viele Fotos, Filme und Wortbeiträge, das Lob Gottes und der Dank an den Herrn der Gemeinde, an Jesus Christus, im Mittelpunkt.
Im Festgottesdienst am 01. Oktober 2006 mit der Festpredigt von Pastor Friedrich Schneider, Oldenburg (Mitglied der Geschäftsführung unseres Bundes) können viele Gäste und Freunde begrüßt werden, insbesondere die Abordnungen der Gemeinden Bramsche, Diepholz und Melle.
Die 10-jährige jüngere Geschichte ist geprägt von vielen internen und externen Schwerpunktaktivitäten und Highlights:
Für den inneren Gemeindeaufbau werden Seminare, Schulungen und Vorträge angeboten; für das Gemeindewachstum im Glauben gibt es diverse evangelistische Vortrags- und Bibelwochen. Darunter bleiben die evangelistischen Einsätze von K.H.Gromberg, M.Seydlitz, H.Stricker und die Aktion "Leben mit Vision" von Rick Warren in besonderer Erinnerung. Die Gemeinde beteiligt sich aktiv an den "Pro-Christ-Evangelisationen".
Die Gottesdienstgestaltung wird zum Thema erhoben. Feste Gebetskreise werden organisiert und gemeindeübergreifende Jugendevents im Gemeindeprogramm berücksichtigt. Gemeindeausflüge und -freizeiten mit guter Beteiligung tragen zur Festigung der geschwisterlichen Gemeinschaft bei.
Trotz der erfreulich hohen Zahl von 97 Taufen hat die Fluktuation durch Mitgliederschwund (Todesfälle, Überweisungen, usw.) zu einer Mitgliederdezimierung von z.Zt. 280 geführt.
Als Highlights sind im 10-Jahres-Rückblick insbesondere zu nennen:
Darüber hinaus bestätigt sich immer wieder das richtige Grundkonzept, das neue Gemeindezentrum auch verstärkt für die Öffentlichkeit zu öffnen und zu nutzen. So wird z.B. der kostenlose Sprachunterricht für Russlanddeutsche (auch Nichtgemeindemitglieder) zeitweise von ca. 40 Teilnehmern besucht. Regelmäßige Gottesdienste für Vietnamesen, Russlanddeutsche und Sinti finden in der jeweils eigenen Sprache statt. Konzerte mit namhaften Künstlern erfreuen sich einer guten Resonanz. Gekonnte musikalische Darbietungen von jungen Musikern (gemeindeintern und -extern) erfreuen immer wieder die Zuhörerschaft und führen zum Staunen über den bereits erreichten Leistungsstand. Regelmäßige Wochen- bzw. Monatsangebote von "Freitags im Café" und/oder von "Männer pur" erreichen viele Freunde und Fremde zu politischen, religiösen oder wirtschaftlichen Themen, die von Zeitzeugen präsentiert werden.
Auf sportlichem Gebiet finden mindestens 2x im Jahr Tischtennisturniere in den Gemeinderäumen statt, und es werden Räumlichkeiten des Gemeindezentrums für offizielle Blutspendeaktionen genutzt.Durch die aktive Mitarbeit der Gemeindedeligierten in der Osnabrücker Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACKOS) sind die früher bestehenden Berührungsängste längst überwunden. Die Akzeptanz der Baptisten und das interessierte Hören auf ihre Meinung wird immer wieder bestätigt.
Durch das neue Gemeindezentrum ist das Bemühen um Realisierung evangelistischer, diakonischer und missionarischer Aufgaben möglich geworden. Soli Deo Gloria!
Osnabrück, 02.12.98 und 20.09.2006
Günter Wellnitz