Herzliche Einladung zu den Evangelisationstagen mit Angelo Weiß!
Wann?
Vom Freitag, 24.02. bis Sonntag, 26.02.2012
Beginn?
Am Freitag und Samstag um 19 Uhr, am Sonntag um 18 Uhr
Alle Mitglieder der Ortsgemeinde Osnabrück sind zur Jahresgemeinde-Versammlung am 04.03.2012 um 15:00 Uhr eingeladen.
Wir wollen Rückschau auf das vergangene Jahr halten und einen Ausblick auf das Jahr 2012 wagen.
| 1834: | erste Baptistengemeinde in Deutschland, gegründet in Hamburg durch J.G. Oncken |
| 1849: | Bund der Baptistengemeinden entsteht |
| 1942: | Zusammenschluss mit den Brüdergemeinden zum "Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden" |
Die Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden heißen Evangelisch, weil ihnen das Evangelium von Jesus Christus, wie es die Bibel bezeugt, als alleinige Basis für Glauben und Leben der Gemeinde und jedes einzelnen gilt. Sie nennen sich Freikirchlich, weil die Gemeinden keine Staatskirche bilden, sondern das Prinzip der Freiwilligkeit wichtig ist: Freiwillig ist die Mitgliedschaft, freiwillig ist die Mitarbeit, und freiwillig sind auch die finanziellen Beiträge. Sie bilden Gemeinden, in denen nach dem Vorbild des Neuen Testamentes alle Glaubenden auf ihr Bekenntnis hin durch Untertauchen getauft werden. Die einzelnen Gemeinden verwalten sich selbst und setzen auch ihre Aufgabenschwerpunkte selbständig. Sie sind mit den anderen Gemeinden in einem Gemeindebund (s.o.) zusammengeschlossen.
Mission - in Deutschland und in mehreren Ländern Afrikas, Südamerikas und Asiens; Diakonie als ganzheitliche Hilfe; Katastrophenfonds; Heimatmission, Zeltmission, Verlag, Gemeindeaufbau, Kinder- und Jugendarbeit, Freizeitprogramme, Mitarbeiterschulung, Pastorenausbildung u.a.
624 Gemeinden und 255 Zweiggemeinden, 88.000 Mitglieder und 31.000 in Gruppen betreute Kinder und Jugendliche, 530 Pastoren.
Dem Weltbund der Baptisten sind in 110 Länder der Erde 37 Millionen Mitglieder angeschlossen.
In Osnabrück besteht die Gemeinde seit 1948 und hat z.Zt. ca. 300 Mitglieder.
Ein kurzer Blick auf unsere Entstehungsgeschichte macht einige Unterschiede zu den anderen Kirchen deutlich. Anfang 1525 wurde in Zürich eine evangelische Täufergemeinde gegründet. Was wollte sie? - Eine Minderheit der Bevölkerung und der Geistlichkeit vertrat schon damals die Auffassung, dass kleine Kinder eigentlich nicht getauft werden dürften, sondern nach der Bibel nur glaubende Menschen. Diese Auffassung war so neu wie umwälzend. Ihre Vertreter nannte man nach dem griechischen Wort für "taufen" einfach Baptisten. Sie bildeten neben den Lutheranern und Reformierten den dritten Flügel der Reformation, der bald viele tausend Anhänger hatte.
Ein Führer dieser Bewegung war Balthasar Hubmaier aus Süddeutschland. Als ehemaliger Priester war Hubmaier mit der Lehre der römisch-katholischen Kirche wohl vertraut, und er verteidigte sie zunächst leidenschaftlich gegenüber allen Evangelischen. Dann aber entdeckte er beim gründlichen Lesen der Bibel, dass in der Urchristenheit niemand zur Gemeinde gehören konnte, der nicht persönlich an Jesus glaubte. Folglich konnten nach Hubmaier weder kleine Kinder durch die Entscheidung ihrer Eltern noch ganze Bevölkerungsgruppen durch den Willen eines Fürsten oder Stadtrates zu einer Kirche gehören. Vielmehr sollte jeder einzelne über seinen Glauben und damit über seine Kirchenzugehörigkeit frei entscheiden können. Diese Auffassung ist eine Grundlage des freikirchlichen Gemeindeverständnisses bis heute geblieben. Sie wurde im 16.Jahrhundert von der kirchlichen und weltlichen Obrigkeit aufs schärfste abgelehnt. Hubmaier sowie Tausende von Frauen und Männern wurden wegen ihrer Auffassung, dass Glaube und Gemeindegliedschaft freie Entscheidung des einzelnen seien, hingerichtet. Neue Wellen biblischer Gemeindebewegungen entstanden 1609 von Holland und England aus, dann in den Jahren 1834 bis 1854 in Deutschland mit dem der Kaufmann Johann Gerhard Oncken in Hamburg (er gründete Baptistengemeinden) und dem Lehrer Karl Brockhaus in Elberfeld (auf ihn gehen die Brüdergemeinden zurück). Beide Gemeindebewegungen haben sich 1941 zu einem gemeinsamen Bund, dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, zusammengeschlossen.